Energienews


23.07.2013

Immer mehr Erzeuger verkaufen ihren erneuerbaren Strom direkt

Fast die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien wird nach den Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber vollständig an der Strombörse gehandelt und ist so in den Wettbewerb am Großhandelsmarkt für Strom integriert.

Eineinhalb Jahre nach der Einführung der sogenannten Marktprämie mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und sechs Monate nach Inkrafttreten der zugehörigen Managementprämien-Verordnung meldet das BMU deutliche Erfolge.

Die Marktprämie gleicht die Differenz aus zwischen dem durchschnittlichen Marktpreis und der Vergütung, die nach dem EEG für Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt wird. Die Erzeuger verzichten damit auf die Einspeisevergütung. Die Marktprämie setzt so Anreize, Strom verstärkt dann einzuspeisen, wenn er gebraucht wird – der Marktpreis also über dem Durchschnitt liegt. Im Gegenzug müssen Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen und die Marktprämie in Anspruch nehmen, in gleichem Maß Verantwortung übernehmen wie die Betreiber konventioneller Kraftwerke: Sie verkaufen ihren Strom selbständig oder mit Hilfe von spezialisierten Stromhändlern im Wettbewerb am Großhandelsmarkt, erstellen dafür Prognosen, melden so genannte Fahrpläne an und müssen für diese gerade stehen. Zudem bieten Betreiber von Biomasseanlagen Regelenergie an. Sie sollen so dazu beitragen, dass mittelfristig zunehmend auf die Mindesteinspeisung aus konventionellen Kraftwerken verzichtet werden kann. Die Entwicklung zeige zudem, dass Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien jetzt auf negative Preise am Großhandelsmarkt reagieren und ihre Anlagen in solchen Fällen drosseln.

Insgesamt sind derzeit etwa 70 Unternehmen und Stromhändler an der Strombörse mit der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien aktiv. Die Zahlen zur Marktprämie sind abrufbar auf der Website der Übertragungsnetzbetreiber www.eeg-kwk.net

Link zum Forschungsbericht zur Evaluierung der Marktprämie




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