Energienews


10.02.2011

Strompreise 2011: Lokale Versorger bieten nur vereinzelt konkurrenzfähige Tarife an

Die Strompreise in Deutschland steigen in den ersten Monaten dieses Jahres flächendeckend.

Über 735 örtliche Versorgungsunternehmen haben seit Jahresbeginn Preissteigerungen von durchschnittlich 7,1 Prozent vorgenommen oder planen entsprechende Schritte in den kommenden Wochen. Vor diesem Hintergrund zahlreicher Preisänderungen hat das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de die regionalen Strommärkte in den 100 größten deutschen Städten untersucht und die Preise der Grundversorger mit den verfügbaren Angeboten der Wettbewerber verglichen. Im Ergebnis zeigt sich, dass lediglich ein kleiner Teil der Grundversorgungsunternehmen zu den günstigen Anbietern im eigenen Versorgungsgebiet zählt. Das Gros der örtlichen Stadtwerke hat hingegen keine konkurrenzfähigen Tarife am Markt.

Lokale Versorger werden im Durchschnitt von 45 Wettbewerbern unterboten
Neben der meist teuren Grundversorgung bieten die lokalen Versorger in der Regel weitere Tarifmodelle an, die im Durchschnitt rund 7,7 Prozent günstiger sind als die gesetzlichen Basistarife.* Doch selbst mit ihren preiswertesten Angeboten nehmen nur wenige Unternehmen vordere Platzierungen in ihren Versorgungsgebieten ein. „Gerade einmal jeder vierte Grundversorger in den 100 größten deutschen Städten gehört zu den 30 günstigsten Anbietern in seiner Region“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. Im großstädtischen Mittel rangieren 45 Wettbewerber preislich vor den günstigsten Tarifen der Grundversorgungsunternehmen.

„Selbst wenn man Vorauskasse- und Kautionsmodelle** bei den Wettbewerbern nicht berücksichtigt, ändert sich der Gesamteindruck kaum“, so Dodt. „Insgesamt rücken die Grundversorger zwar um sechs Plätze auf, müssen aber – mit Blick auf den Preis – immer noch durchschnittlich 39 alternativen Anbietern den Vorrang lassen.“

Trotz des vielerorts trüben Gesamtbildes gibt es aber auch einige positive Beispiele. So kann der Frankfurter Grundversorger Mainova mit seinem aktuellen Online-Tarif, im Vergleich mit den Tarifen der Wettbewerber ohne Vorauskasse- und Kautionsmodelle**, alle alternativen Anbieter hinter sich lassen. Auch in Reutlingen, Schwerin, Witten, Dortmund, Hamburg und Berlin gehören die Lokalversorger zu den günstigsten Anbietern in ihrer Region. Auf der anderen Seite stehen hingegen 41 Städte, in denen die Grundversorgungsunternehmen nicht in den lokalen Top 50 präsent sind.

Preisvorteil bei Anbieterwechsel von durchschnittlich 132 Euro
Das insgesamt schlechte Abschneiden der Grundversorger wird auch hinsichtlich der möglichen Einsparpotentiale beim Wechsel des Stromanbieters deutlich. Im Mittel der 100 größten deutschen Städte liegen die ausgewiesenen Kosten der günstigsten Wettbewerber mit monatlicher Zahlungsweise noch einmal 14 Prozent unter den preiswertesten Angeboten der lokalen Stadtwerke.

So lassen sich für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom im Rahmen eines Anbieterwechsels durchschnittlich 132 Euro im ersten Jahr sparen. „In der Spitze können Angebote alternativer Anbieter sogar bis zu 251 Euro günstiger sein als beim lokalen Versorger“, macht Dodt deutlich. Nach Angaben der Bundesnetzagentur werden noch fast 45 Prozent der Haushaltskunden in den gesetzlichen Grundversorgungstarifen beliefert, welche oft zu den teuren Angeboten in den Regionen zählen***. Diese sind bei einer jährlichen Abnahmemenge von 4.000 kWh Strom im Schnitt sogar 211 Euro teurer als vergleichbare Tarife der günstigsten Anbieter.

www.toptarif.de

 




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